1. Allgemeine Fragen

1.1 Mit wie vielen Sitzungen muss ich bei einer Tattooentfernung rechnen?

Das hängt von zahlreichen Faktoren ab. Qualität und Größe des Tattoos, verwendete Farben, Tattoo-Tiefe, das individuelle Immunsystem, Behandlungsfrequenz sowie Qualität der Nachsorge können Einfluss auf die Anzahl der nötigen Behandlungstermine haben. In der Regel können Sie mit 6-12 Sitzungen rechnen, bis das Tattoo gänzlich verschwunden ist. Für Laientätowierungen sowie die Vorbereitung eines Cover Up Tattoos sind hingegen meistens deutlich weniger Sitzungen nötig. Pro Sitzung werden maximal 120 cm2 behandelt, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten und um Ihren Körper nicht übermäßig zu belasten.

1.2 Was kostet eine Tattooentfernung?

Als professionelle Lasertherapeutin mache ich grundsätzlich keine Pauschalangebote. Sie erhalten von mir nach der Erstberatung ein individuelles Angebot. Dieses richtet sich nach der Größe und Beschaffenheit des zu entfernenden Tattoos sowie den verwendeten Tattoofarben. Je länger das Anfertigen Ihres Tattoos gedauert hat, umso länger dauert in der Regel auch das professionelle Entfernen Ihres Tattoos.

1.3 Wie schmerzhaft ist eine Lasertherapie?

Das Schmerzempfinden ist von Mensch zu Mensch sowie von Körperregion zu Körperregion unterschiedlich. Aus diesem Grund kann man diese Frage nicht pauschal beantworten. Der von mir verwendete ND:YAG-Laser gilt grundsätzlich als sehr schmerzarm. Als ungefähren Richtwert lassen sich die Schmerzen bei einer Lasertherapie in etwa mit dem Vorgang des Tätowierens selbst vergleichen. Nach einer Sitzung berichten viele Patienten von einem Gefühl wie bei einem Sonnenbrand. Sie sollten die betroffene Hautstelle daher gut kühlen. Darüber hinaus bekommen Sie von mir alle nötigen Informationen an die Hand, um Ihre Haut optimal zu versorgen.

 2. Tätowierungen und Farbpigmente

2.1 Ich habe mir ein Tattoo stechen lassen. Ab wann kann ich es frühestens entfernen lassen?

Mindestens 90 Tage Regenerationszeit sollten zwischen Tattooanfertigung und Tattooentfernung liegen.

2.2 Was ist bei den Tattoofarben zu beachten?

In der Regel können alle Tattoofarben entfernt werden. Allerdings gibt es je nach chemischer Zusammensetzung der jeweiligen Farbe Unterschiede: Schwarze bzw. dunkelblaue Tattoos können normalerweise problemlos weggelasert werden, da das Laserlicht von dunklen Farben besser aufgenommen wird. Hellere Farben sind im Gegensatz dazu schwieriger zu entfernen.

Sollten beim Tätowiervorgang unreine Farben verwendet worden sein, könnten eventuell mehr Sitzungen als üblich zur Entfernung des Tattoos nötig sein. Sind hierbei beispielsweise Azofarbstoffe verwendet worden, so ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt, ob diese durch die Lasertherapie in karzinogene aromatische Amine aufgespalten werden könnten.

2.3 Welche Rolle spielt das Alter meines Tattoos?

Das Alter des Tattoos ist in der Regel bei einer Lasertherapie nicht von Belang. Erfahrungsgemäß sind ältere Tattoos jedoch stärker im Hautgewebe verschlossen, so dass in diesem Fall eventuell mehrere Behandlungen benötigt werden.

3. Haut

3.1 Verletzt die Lasertherapie meine Haut?

Eine Verletzung der Haut ist mit der von mir verwendeten Technik nahezu ausgeschlossen, da ausschließlich die Farbpigmente des Tattoos ‚beschossen’ werden. Hautrötungen und leichte Schwellungen sind allerdings kurzfristig möglich. In seltenen Fällen können Farbpartikel durch die erste Hautschicht (Epidermis) austreten und auf diesem Weg Gefäße treffen. Es kann in der Folge zu einem leichten Austritt von Blut oder Lymphflüssigkeit kommen.

3.2 Wie lange muss die Haut zwischen den Sitzungen regenerieren?

Zwischen den Behandlungen sollten ungefähr 45 Tage liegen. Sind zur Entfernung mehr als 6 Sitzungen nötig, braucht der Körper zusätzliche Zeit zur Erholung. Ab der siebten Behandlung sollten daher ungefähr 60 Tage zwischen den Behandlungen liegen.

3.3 Muss bei der Behandlung mit Narbenbildung gerechnet werden?

Mit dem Tattoostar Effect Y ist in der Regel nicht mit Vernarbungen zu rechnen. Sie erhalten von mir alle nötigen Informationen, damit Sie den Heilungsprozess der Haut aktiv unterstützen können. Krusten und Blasen sollten Sie nicht mechanisch entfernen. Auch sollten Sie die betroffene Hautstelle in den ersten Tagen nach der Behandlung mehrmals desinfizieren.

4. Gesundheit & Pflege

4.1 Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es?

Während und nach einer Sitzung kann es zu Rötungen und Schwellungen kommen. Auch eine Schorfbildung ist möglich. In seltenen Fällen können sich auch Bläschen bilden. Ebenfalls selten sind Hyper- bzw. Hypopigmentierungen (Bildung eines leicht hellen Schattens nach Ende der Lastertherapie) möglich. Die Hautpigmente bilden sich i. d. R. innerhalb von 6-9 Monaten selbständig nach. Im Anschluss daran kann die betroffene Hautstelle wieder gesonnt werden (bitte denken Sie an ausreichenden Sonnenschutz). Sie sollten auch darauf achten, dass die Haut vor Beginn Ihrer Therapie nicht zu stark sonnengebräunt ist. Im Zweifelsfall muss der Beginn der Lasertherapie zeitlich verschoben werden, bis die Bräunung nachgelassen hat, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden.

Wenn die behandelte Hautstelle nicht sachgemäß gepflegt wurde, kann es zu einer Infektion kommen. Das Tattoo sollte während der gesamten Lasertherapie vor Sonnenlicht geschützt werden. Ein Solarium sollte in der gesamten Zeitspanne nach Möglichkeit nicht aufgesucht werden. Das Risiko einer Narbenbildung ist extrem gering, sofern Sie die Hinweise zur Nachsorge befolgen. Aspirin, Neuralgin und andere blutverdünnende Arzneimittel müssen Sie vor der ersten Behandlung absetzen, um Blutergüsse zu vermeiden.

Für einen optimalen Heilungsprozess sollten Sie innerhalb der ersten Woche verstärkt darauf achten, dass die behandelte Hautstelle viel Luft bekommt sowie häufig desinfiziert wird. Sie können ganz normal duschen gehen, aber die behandelte Hautstelle nicht mit Seife, Duschgel o.ä. behandeln. In der ersten Behandlungswoche sollten Sie auf Schwimmen und Saunabesuche verzichten. Erst nach vollständigem Abheilen können Sie dies wieder ohne Bedenken tun.

5. Entgiftung und Ausleitung

5.1 Warum ist es wichtig, bei einer Tattooentfernung den ganzen Körper mit einzubeziehen?

Tattoofarben enthalten leider immer wieder gesundheitsschädliche Stoffe. In Deutschland gibt es eine Tätowiermittelverordnung mit Vorschriften zur Zusammensetzung von Tätowierfarben. Trotzdem entdecken unabhängige Prüflabore kontinuierlich Substanzen, die den geltenden Bestimmungen nicht entsprechen. Deshalb sollte man bei einer Tattooentfernung auf einen ganzheitlichen Ansatz setzen, um die beim Abtransport der Farbpigmente beteiligten Organe (primär Leber und Niere) wirkungsvoll zu unterstützen.

6. Technologie

6.1 Wie arbeitet der Tattoostar Effect Y (Q-Switched Nd:YAG-Laser)?

Ein Laserstrahl beschießt die Farbpigmente des Tattoos mit kurzen Laserimpulsen. Dabei nehmen die Farbpigmente die vom Laserimpuls ausgehende Energie auf und werden in kleinste Teile zerlegt. Das nicht tätowierte Hautgewebe reagiert dabei nicht auf die Laserstrahlen und bleibt unversehrt. Das hautschonende und innovative Prinzip ermöglicht eine selektive Zerstörung der Farbpigmente. Die ‚zertrümmerten’ Farben werden von den Fresszellen (Makrophagen) absorbiert und durch das Lymphsystem in den Blutkreislauf überführt und abtransportiert.